Wie kommen autonome Fahrzeuge in Deutschland auf die Straße, und was ist noch offen?

Fünf Abende, nach denen du jede Meldung einordnen kannst: was das Fahrzeug können und nachweisen muss, wer was genehmigt, und was der Betrieb verlangt.

Online, ab 5. November, jeweils zwei Stunden am Abend. Jede Aussage mit Quelle.

Die Anmeldung öffnet am 28. September.

Wer eingetragen ist, bekommt den Link schon am 27.

Diese Fragen kamen, als ich im September gefragt habe, woran es hängt

„Wer ist Hersteller, wenn ein ÖPNV-Betreiber, ein Entwickler der Sensorik und ein Fahrzeugbauer in Kleinserie zusammenarbeiten?“
— Leser des Newsletters

„Warum betrachten wir den Weg zum autonomen Fahren so oft vom Software-Stack aus und nicht vom fahrerlosen Betrieb rückwärts?“
— Anbieter von Fahrzeugsteuerungen

„Welche Fahrzeuge sind wann genehmigt und in Stückzahlen verfügbar, um sie in den ÖPNV zu integrieren?“
— Aufgabenträger im ÖPNV

Dreizehn Rückmeldungen kamen, per Mail, als Kommentar und als Nachricht. Aus ihnen ist das Programm entstanden.

Wer den Zusammenhang kennt, plant Projekte, die an der Genehmigung nicht hängen bleiben

Die Reihe ist für alle, die mit automatisiertem oder autonomem Fahren arbeiten und den Überblick brauchen: Produktentwicklung, Projektleitung, ÖPNV-Betreiber und Aufgabenträger, Beratung. Und für Homologationsfachleute, die ihr Teilgebiet kennen, aber das Gefüge darum herum nicht.

Bis vor sieben Jahren war ich in der Homologation bei Daimler. Dort habe ich an Genehmigungen gearbeitet, ohne das Gefüge dahinter zu sehen. Welche Rolle wer spielt und woher die Regeln kommen, habe ich erst nach dem Wechsel zum Technischen Dienst verstanden. Heute bin ich Leiter Homologation bei der GTÜ, werte die KBA-Listen der Erprobungsgenehmigungen regelmäßig aus und spreche im Podcast Autonomobil mit Behörden, Betreibern, Juristen und Entwicklern.

Zuletzt habe ich 251 Erprobungsgenehmigungen des KBA ausgewertet und daraus die Übersichtskarte gebaut. Im Podcast habe ich unter anderem mit der BASt darüber gesprochen, wie autonome Fahrzeuge in Deutschland genehmigt werden.

Fünf Abende, vom Begriff bis zum Lagebild

1. Die SAE-Level stehen anders in der Norm, als manche Übersichtsgrafiken sie zeigen. Level 2 bis 5 am Originaltext, an echten Beispielen, und warum SAE-Level kein Rechtsbegriff sind.

2. Jede Regel hat eine Herkunft, und daran hängt, wer entscheidet. Vom Wiener Übereinkommen über UNECE und EU bis zu StVG und AFGBV.

3. Eine Erprobungsgenehmigung ist keine Vorstufe zum Regelbetrieb. Was ein Fahrzeug nachweisen muss, bei wem, und wer in einem Verbund mehrerer Partner Hersteller ist.

4. Fahrerlos fahren heißt: Betriebsbereich, Technische Aufsicht, klare Pflichten. Was die AFGBV fordert, wer zuständig ist und wer wofür einsteht.

5. Wer in Deutschland heute wo mit welcher Freigabe fährt. KBA-Daten, Übersichtskarte, was mit der UN-Regelung und dem EU-Recht als Nächstes kommt, und Raum für die Fragen, die bis dahin aufgekommen sind.

Jede Aussage mit Quelle, jeder Abend mit den offenen Punkten

  • Zu jeder Aussage liegt die Quelle offen: Norm, Verordnung, Gesetz. Wo es passt, öffne ich sie im Termin.

  • Zwei Fallbeispiele ziehen sich durch die Reihe: ein Verbund aus Betreiber, Sensorik-Entwickler und Kleinserien-Hersteller, und ein Cargo-Shuttle auf wenigen hundert Metern öffentlicher Straße.

  • Jeder Abend endet mit dem, was heute noch ungeklärt ist, mit Stand-Datum.

  • Vor und nach jedem Termin eine kurze Umfrage. Deine Fragen formen die nächsten Abende.

Durchlauf 1 ist der Pilot, und deshalb kostet er weniger

Diesen ersten Durchlauf baue ich mit den Teilnehmenden. Vor und nach jedem Abend frage ich, was offen ist, und der nächste Abend greift das auf. Wer dabei ist, bestimmt mit, wie die Reihe am Ende aussieht, und bekommt Antworten auf die eigenen Fragen statt auf ein fertiges Programm.

Dafür kostet dieser Durchlauf 540 € netto statt der regulären 890 € netto ab dem zweiten Durchlauf.

Wer sich für den Pilot bis zum 11. Oktober anmeldet, zahlt 390 € netto.

Ich bewerte keine Anbieter und empfehle keine Produkte

Es geht um die Regeln und darum, wie sie in der Praxis angewendet werden.

Du kannst deinen Fall mitbringen. Ich ordne ein, welche Regelungen auf ihn anzuwenden sind, an welchen Stellen es hängen kann und was noch nicht geklärt ist. Was ich nicht mache: die Auslegung für dein konkretes Vorhaben festlegen oder ein Produkt empfehlen.

Du musst kein Profi sein, und du bist auch als Profi nicht falsch hier

Juristische Vorkenntnisse brauchst du nicht. Wer täglich mit Homologation arbeitet, bekommt hier nicht die Grundlagen des eigenen Fachgebiets, sondern das Gefüge drumherum: wer entscheidet was, woher die Regeln kommen, wo die eigene Arbeit im Ganzen steht.

Wie die Fragen laufen

Vor jedem Abend frage ich ab, was offen ist, und der Abend greift es auf. Während des Termins läuft der Chat mit, und ich beantworte live, so viel die Zeit hergibt. Was liegen bleibt, kommt beim nächsten Mal dran.

Eckdaten

  • Do 5.11., Di 10.11., Do 19.11., Do 26.11., Do 3.12., online

  • Jeweils zwei Stunden, Start 18:30 oder 19:00 Uhr. Das entscheiden die Teilnehmenden.

  • Alle Abende werden aufgezeichnet. Alle Teilnehmenden bekommen alle Aufzeichnungen, nicht öffentlich und abrufbar bis 31. März 2027.

  • Wer eine Frage lieber nicht in der Aufzeichnung stellen möchte: Nach jedem Abend bleibe ich zehn Minuten ohne Aufnahme im Raum.

  • Teilnahmebescheinigung (10 Stunden) und die Quellensammlung aller Abende als PDF

  • Pilotpreis: 390 € netto (464,10 € inkl. MwSt.) bis 11. Oktober, danach 540 € netto (642,60 € inkl. MwSt.). Regulär ab Durchlauf 2: 890 € netto

  • Rechnung auf deine Firma möglich

  • Auf Deutsch, online im Browser, ohne Konto und ohne Installation. Nach der Anmeldung bekommst du alle fünf Kalendereinladungen auf einmal.

  • Anmeldeschluss 18. Oktober. Die Reihe findet ab vier Teilnehmenden statt. Findet sie nicht statt, bekommst du den vollen Betrag zurück.

Lass dich erinnern

Die Anmeldung öffnet am 28. September. Trag dich ein, dann schicke ich dir den Link, sobald er da ist, einen Tag vor allen anderen. Sonst schreibe ich dir zur Workshop-Reihe nichts.

Du bekommst eine Bestätigungsmail, und am 27. September den Anmeldelink, einen Tag vor allen anderen.

Passt abends nicht, oder wollt ihr das im Team?

Dieselben Inhalte gibt es auch als Tagesformat oder inhouse. Schreib mir an kontakt@autonomobil.info, dann finden wir ein Format.